Die Naturidylle in der Steiermark ist trügerisch. Die Landwirtschaft steckt in der Krise und steht vor enormen ökologischen wie wirtschaftlichen Herausforderungen. Der bäuerliche Betrieb von Simon Sautner gehört schon längst der Bank und die aussichtslose Lage treibt ihn zu einer Verzweiflungstat. Nach dem ersten Schock beginnt seine Schwester Paula Dengg nach den Hintergründen zu fragen und erkennt: Die Herausforderungen, mit denen Simon zu kämpfen hatte, sind kein Einzelfall, sondern Konsequenz eines strukturellen Problems. Auch Bauer Michael Arich, der einen Bergbauernhof betreibt, kämpft ums Überleben. Damit nicht auch ihm die Zwangsversteigerung droht, muss sich etwas ändern. Grundlegend. Gemeinsam mit den Frauen des Dorfes ergreift Paula die Initiative, um auf die schwierige Situation der Bauern aufmerksam zu machen und gemeinsam etwas zu bewegen. Aus persönlicher Betroffenheit entsteht eine Gemeinschaft, die Mut fasst, zusammenhält und nach neuen Wegen sucht. „Blinde Kuh“ ist eine entwaffnend ehrliche Auseinandersetzung mit der Not der Bauern und ein modernes Märchen, das den Wandel der Zeit spiegelt.
„Blinde Kuh“ ist eine Produktion der Mona Film Produktion, hergestellt mit Unterstützung von ÖFi, Filmfonds Wien, ORF und Cinestyria. Der Film ist inspiriert von Florian Klenks Buch „BAUER UND BOBO“ und wird in Österreich vom Filmladen Filmverleih im Herbst 2027 in die heimischen Kinos gebracht.

Fotos: Stefanie Leo